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15. September 2021 - 14. März 2022

“Artists of the Year”: Diese drei Künstler:innen wurden von der Deutschen Bank ausgezeichnet

Ausstellung

Drei Künstler*innen, die über ungewöhnliche Wege zur Kunst kamen, wurden von der Deutschen Bank als “Artists of the Year” ausgezeichnet. Ihre Werke gibt es noch bis März im Palais Populaire in Berlin zu sehen.

Vor zehn Jahren begann die Deutsche Bank damit, jährlich herausragende Künstler:innen auszuzeichnen und ihre Werke im Palais Populaire auszustellen. Dieses Jahr werden anlässlich des 10. Jubiläums erstmals drei Künstler*innen gleichzeitig von den Kurator:innen Britta Färber, Victoria Noorthoorn, Hou Hanru und Udo Kittelmann  ausgezeichnet: Shootingstar und Designer Maxwell Alexandre aus Brasilien, die Berliner Malerin Conny Maier und Figuren- und Filmemacher Zhang Xu Zhan aus Taiwan. Sie alle sind über ungewöhnliche Wege zur Kunst gekommen und bringen sehr spezifische Lebenserfahrungen und kulturelle Einflüsse mit. Ihre Werke und Geschichten gibt es noch bis zum 14.03.22 kostenfrei im PalaisPopulaire in Berlin zu sehen. Das sagt das Palaia Populaire über die drei ausgezeichneten Künstler:innen:

“Maxwell Alexandre wurde 1990 in Rocinha, Rio de Janeiros größter Favela, geboren, wo er auch heute noch lebt. Die Gemälde und Installationen des Künstlers afrikanischer Abstammung kreisen um Gemeinschaft und Gewalt, Hip-Hop und Spiritualität. Seine 17-teilige Arbeit Forbes Under 30 aus der Serie 500 Year Party beschäftigt sich mit brasilianischen Medienbildern. Alexandre malt das Covermotiv des brasilianischen Magazins Forbes aus dem Jahr 2019, das ihn als einen der 90 erfolgreichsten Brasilianer*innen unter 30 auszeichnete, immer wieder neu ab und verändert dabei die Schattierungen der Hautfarben der Protagonist:innen – eine serielle Meditation über systemischen Rassismus, die brasilianische Elite und Klassenzugehörigkeit.”

“Zhang Xu Zhan wurde 1988 als Sohn einer Familie geboren, die seit über einem Jahrhundert mit traditionelle Papierfiguren herstellt und damit handelt. Diese Figuren, die in Taiwan bei religiösen Zeremonien und Beerdigungsritualen genutzt werden, sind aus Pappmaché gefertigt und aufwändig verziert. Seine Stop-Motion-Filme, die in immersiven Installationen inszeniert werden, führen in das Reich von Naturgeistern und Dämonen. Sie berühren dabei universelle Themen wie Tod, Vergänglichkeit und das Streben nach Gemeinschaft. Zhang Xu, der ein ausgeprägtes Interesse an Spiritualität, Folklore und Anthropologie hat, überführt das tradierte Kunsthandwerk seiner Familie in die globale Kunstwelt des 21. Jahrhunderts. Dabei geht es um die Idee einer universellen Kunst des „Dazwischen“: den Räumen, die sich zwischenKulturen, Traditionen und neuen Technologien eröffnen.”

“Conny Maier ist eine der wichtigsten Entdeckungen in der aktuellen deutschen Malereiszene. Mit der gebürtigen Berlinerin wird erstmals eine deutsche Künstlerin als „Artist of the Year“ ausgezeichnet. Maiers figurative, farbig leuchtende Gemälde knüpfen an ganz unterschiedliche Einflüsse an: den Expressionismus der „Brücke“, an Picasso und Gauguin ebenso wie an die aktuellen Diskurse um die Malerei, die seit der „Neuen Figuration“ der 1980er-Jahre geführt werden. Maiers Kunst reflektiert eine von Repräsentation und Materialismus bestimmte Welt, in welcher der Mensch die Kontrolle zu verlieren scheint. Ein zentrales Motiv ihrer Arbeit ist das Verhältnis von Kultur und Natur, das in den modernen Gesellschaften immer auch durch das Ringen um Dominanz und Unterwerfung definiert ist.”

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09. Juni 2022
Konzert, Podiumsdiskussion, Vortrag