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28. November 2021 - 03. Juli 2022

Die Kunst in apokalyptischen Zeiten: Nation, Narration, Narcosis

In einer Zeit, in der Eisberge schneller schmelzen als Gesellschaften darauf reagieren und in der das Ende der Welt vorstellbarer ist als das Ende des Kapitalismus, fasst die Ausstellung Nation, Narration, Narcosis Klima und Umwelt nicht nur ökologisch, sondern auch sozial auf.”

Wie verhält sich Kunst zu politischen Protesten, historischen Traumata und gesellschaftlichen Narrativen in der Gegenwart und in der Vergangenheit? Welche alternativen Formen von Gemeinschaft sind denkbar und welche Rolle spielt die Kunst dabei? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Nation, Narration, Narcosis: Collecting Entanglements and Embodied Histories“ im Hamburger Bahnhof nach. 

Die Kunst war stets Begleiter, Akteur oder Beobachter von geschichtlichen Prozessen – mal unterdrückt, mal gepriesen, mal zensiert – und spielte auch in dem brutalen Prozess der Nationenbildung im 20ten Jahrhundert immer eine Rolle. Dieser wird in der Ausstellung nachgegangen.

Zu sehen sind Werke von über 50 Künstler*innen wie Amanda Heng, Apichatpong Weerasethakul, Arahmaiani, Ho Tzu Nyen, Käthe Kollwitz, Kawita Vatanajyankur, Marina Abramovic, Melati Suryodarmo, Tita Salina, Willem de Rooij und vielen anderen. Als fortlaufendes, internationales Kooperationsprojekt vereint die Ausstellung erstmals Kunstwerke aus den Sammlungen der Galeri Nasional Indonesia, des MAIIAM Contemporary Art Museum, des Singapore Art Museum und der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

Dabei wird die Nation immer aufgegriffen: „Ausgehend von Beuys‘ Konzept der sozialen Plastik konfrontiert die Ausstellung den im Namen ‘Nationalgalerie’ enthaltenen Begriff der Nation mit anderen Konzepten von Verbundenheit, Solidarität und Individualität.”

Collecting Entanglements and Embodied Histories“ ist ein seit 2017 durch das Goethe-Institut initiierter und geförderter Recherche-Dialog der beteiligten Kuratorinnen und der von ihnen ausgewählten Sammlungen der Galeri Nasional Indonesia, des MAIIAM Contemporary Art Museum, der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und dem Singapore Art Museum. Im Sinne der „Shared Collection“ wird der Austausch der beteiligten Kuratorinnen und Institutionen auch in Zukunft fortgesetzt.” 

Die Ausstellungen der jeweiligen Institutionen kuratieren Anna-Catharina Gebbers, Grace Samboh, Gridthiya Gaweewong und June Yap.

Mehr Infos zu der Ausstellung, die ihr noch bis zum 3. Juli im Hamburger Bahnhof besichtigen könnt, findet ihr hier.

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