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Eine Generation wacht auf! Neue Studie enthüllt Zukunftsskepsis von Millennials

Eine weltweite Studie untersuchte die Einstellung von Millennials gegenüber des Weltgeschehens und ihrer eigenen Zukunftsperspektive. Das Ergebnis: Pessimismus macht sich breit. Ein Grund zur Sorge?

In der Wirtschaft können einschneidende Veränderungen den Grundstein für Innovation und Wachstum legen. Welche Auswirkungen haben diese ständigen Veränderungen allerdings auf uns Menschen, insbesondere auf unsere jüngere Generation? Eine globale Studie des Wirtschaftsunternehmen Deloitte befragte dazu über 13.000 Millennials und 3.000 Gen Zs in 43 Ländern. Millennials sind junge Menschen, die zwischen 1983 und 1994 geboren wurden, während Angehörige der Generation Z zwischen 1995 und 2002 geboren wurden. Die Ergebnisse stimmen nachdenklich.

Früher war alles besser? Ambitionen und Zukunftsängste stehen sich im Weg

Die Studie offenbart eine Momentaufnahme des Weltbildes der jungen Befragten. Ihre Einstellung gegenüber der globalen politischen Situation, der Wirtschaftslage, der Digitalisierung und ihrer Karrierechancen war noch in keiner der bisher sechs Deloitte Umfragen auf einem derartigen Tiefstand. Generell scheint es den jungen Befragten an Optimismus zu fehlen. In der Umfrage von 2017 und 2018 waren noch 45% der Befragten davon überzeugt, dass die Wirtschaft im darauffolgenden Jahr einen Aufschwung erwarten kann – in der diesjährigen Umfrage nur 26%. Auch die Hoffnung, dass das politische Weltgeschehen sich im nächsten Jahr verbessern wird, sank von 36% auf 22%. Auch traditionellen Institutionen gegenüber werden sie misstrauisch. So haben 45% der Millennials kein Vertrauen in politische und religiöse Führungspersonen. Ihr Sicherheitsgefühl nimmt ebenfalls mit zunehmender Digitalisierung ab. So geben 78% der Befragten an, sich Sorgen über die Verarbeitung ihrer persönlichen Daten im Internet zu machen und sogar die Fälschung der eigenen Identität zu fürchten. Und was ist mit sozialen Medien? Obwohl soziale Plattformen jährlich an Nutzern wachsen, sind 60% der Millennials davon überzeugt, dass sie glücklicher ohne Instagram & Co wären.  

Das kritische Weltbild der Millennials gibt Hoffnung, dass sie vermehrt anfangen unsere Gesellschaft zu hinterfragen und skeptisch gegenüber der Art und Weise bleiben, wie die Welt gerade geführt wird. Foto: Mikaala Shackelford.

Die Zustimmung gegenüber Unternehmen nimmt weiter ab, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass sich diese ihrer Meinung nach ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil konzentrieren. Millennials wollen vor allem solche Unternehmen unterstützen, die ihren Werten gleichkommen. Was ihre Karriere angeht sind sie sehr ehrgeizig. Beispielsweise wollen mehr als die Hälfte hohe Gehälter verdienen, reich sein und 49% sogar ein eigenes Haus bauen. So steht der ihnen zugeschriebene Pessimismus nicht im Verhältnis zu ihren Träumen und Ambitionen, könnte aber von ihren Ängsten verhindert werden.

Der skeptische Geist einer Generation wird endlich wach 

Die globale politische und wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahres scheint dem Optimismus der Millennials einen Dämpfer verpasst zu haben. Doch kann man wirklich wie in dem Bericht von Deloitte von Pessimismus sprechen oder zeichnet die Umfrage ein Bild von kritischen jungen Menschen, die die traditionelle Politik und Wirtschaft skeptisch aber aufmerksam verfolgen, die sich von ihren Werten leiten lassen und eine neue Wirtschaft unterstützen, die sich sozial und ökologisch nachhaltig einsetzt. So gibt das kritische Weltbild der Millennials Hoffnung, dass sie vermehrt anfangen unsere Gesellschaft zu hinterfragen und skeptisch gegenüber der Art und Weise bleiben, wie die Welt gerade geführt wird. Denn letzten Endes sind sie es, die mit eben diesen Zukunftsfragen eine bessere Gesellschaft gestalten können.

Quelle: Forbes.

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