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Die beiden Astronautinnen Christina Koch (links) und Jessica Meir (rechts)  nehmen als erstes rein weibliches Team EVAs an der Raumstation ISS vor.

Die beiden Astronautinnen Christina Koch (links) und Jessica Meir (rechts) nehmen als erstes rein weibliches Team EVAs an der Raumstation ISS vor.

Female Fame: der erste reine Female Space Walk

Am Freitag dem 18.10.2019 fand eine späte Premiere in der Geschichte der Raumfahrt statt: Erstmalig wurde ein reines Frauenteam für Außenarbeiten an der ISS eingesetzt. Für die beiden Astronautinnen der NASA ist es in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Mission.

Walenina Tereschkowa: Mit der Raumkapsel Wostock 6 umrundete die sowjetische Kosmonautin als erste Frau 1963 die Erde. Foto: Alexander Mokletsov via Wikipedia.

Frauen gab es in der Raumfahrt eigentlich schon von Beginn an: Bereits im Jahre 1963 schickte man die sowjetische Kosmonautin Walentina Tereschkowa in einer Raumkapsel ins All und rund um den Globus. Trotzdem galt die Raumfahrt auch lange danach als beinahe reine Männerdomäne. Schwierigkeiten lagen nicht zuletzt in der durch die NASA und Co. schwer einzuschätzenden Versorgung der Frauen: So mussten die Sanitäranlagen in den Raumkapseln und Stationen neu gedacht werden, denn männliche Astronauten erleichterten sich bisher in Beutel. Auch speziell für Astronautinnen konstruierte Anzüge sind bis heute ein Problem.

Dem zum Trotz beobachtete die Welt am Freitag dem 18.Oktober 2019 gebannt eine Premiere in der Geschichte der Raumfahrt: Die beiden NASA-Astronautinnen Christina Koch und Jessica Meir sind das erste rein weibliche Team, das zu Außenarbeiten an der ISS eingesetzt wurde. Um 8:00 morgens begannen sie mit damit, die Ladeeinheit für die Lithium-Ionen-Akkus auszutauschen. Sieben Stunden sollte es dauern, dabei befanden sie sich ca. 400 KM von der Erde entfernt. Für Meir war es der erste Einsatz dieser Art im All.

Gar nicht lost in Space

EVAs an der Raumstation ISS der Nasa. Foto via Nasa.gov.

Zwar führten bisher schon andere Astronautinnen vor ihnen EVAs (extravehikuläre Aktivitäten) an der ISS durch. Eine von ihnen war die Amerikanerin Peggy Whitson, die ganze zehn Mal eingesetzt wurde und damit den weiblichen Einsatz-Rekord hält. Trotzdem sehen Koch und Meir ihren Einsatz als wichtigen Meilenstein für Frauen in der Raumfahrt. Denn auf die knapp über 200 männlichen Astronauten kamen bislang bei Außeneinsätzen nur etwa 12 Astronautinnen. Und: Niemals zuvor zwei waren zwei Frauen gleichzeitig draußen. Als Grund dafür wurde lange Zeit die extreme körperliche Belastung der Arbeit im Weltall angegeben, die für Frauen angeblich nicht zumutbar sei. Das haben die beiden nun einmal mehr erfolgreich widerlegt. Koch plant sogar, die nächsten 330 Tage auf der ISS zu verbringen. Ebenfalls eine Premiere für weibliche Weltraumeinsätze, denn so lange war vor ihr noch keine Frau auf der ISS stationiert.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten Ende März 2019, dem ersten geplanten Termin für den feministischen Weltraumspaziergang, konnte die Mission am 19. Oktober endlich über die Bühne gehen. Mit dem erfolgreichen Einsatz zeigt die NASA, dass Frauen sich genauso gut wie Männer für die Arbeit im Weltraum eignen. Bereits seit 1992 setzt man sich hier für mehr Frauen in der Raumfahrt ein. Mit Christina Koch und Jessica Meir sind nun zwei weitere Frauen als Vorbilder hinzugekommen, die beweisen: der Traumberuf Astronaut ist für alle da.

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