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Wohnmaschine von Van Bo Le Mentzel  vor dem Bauhaus in Dessau, 02.01.2019, Foto: Mirko Mielke
Short Q

Bauhaus als
(er-)fahrbarer Raum

Anlässlich des diesjährigen Jubiläums der einflussreichen Designschule aus Dessau stellt das Projekt Spinning Triangles’ das Weltkulturerbe auf vier Räder und schickt es auf große Mission.

Doch keine Sorge – das von Martin Gropius im Jahr 1925 erbaute Bauhaus bleibt der Stadt Dessau erhalten. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel hat eine 15 Quadratmeter große Miniversion des legendären Gebäudes entworfen, das als (er-)fahrbarer Raum für Ausstellungen und Workshops die 100 Jahre alte Lehre der Bauhausschule nun mobil macht.

Initiiert wurde die sogenannte Wohnmaschine durch Spinning Triangles. Das Projekt wurde von SAVVY Contemporary’, einer diskursiven Plattform für zeitgenössische Kunst und Kultur aus Berlin ins Leben gerufen. Es möchte Besucher dazu einladen, sich mit der Bauhausschule und ihrer Bedeutung für die Gegenwart kritisch und interaktiv auseinander zu setzen.

Foto: SA Tinyhouse University

Spinning Triangles fordert die inhärenten, neokolonialen Machtstrukturen in Gestaltungspraxis, -theorie und -lehre heraus, schreiben die Organisatoren. Es nimmt den Gründungsmoment des Bauhauses vor 100 Jahren auf, um sich ihrer Realität als Schule zu stellen, und diesen Moment zu verdrehen und umzuformen.

Die Ideen des Bauhaus ins ‘Jetzt’ übersetzen

Seine lange Fahrt begann am 04.01. in Dessau. Die Ergebnisse der ersten Begegnungen, Interventionen und Workshops im Bauhaus-Bus werden vom 24. bis 27. Januar in Berlin ausgestellt und in den weiteren Haltestellen des mobilen Weltkulturerbes weiterentwickelt. In Berlin, der Heimatstadt des Bauhaus-Archivs, macht die fahrbare Miniaturversion am letzten Tag des Eröffnungsfestivals von ‘100 Jahre Bauhaus’ Halt. Danach beginnt seine 10-monatige Weltreise.

Weitere Zwischenstopps sind Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo und die südchinesische Metropole Hongkong. Spinning Triangles’ dreht sich auf einer Achse, die drei Kontinente miteinander verbindet. Es werden bewusst Verknüpfungen zwischen Orten hergestellt, die zwar auf den ersten Blick wenig gemein haben, doch als Ideenzentrum, Rohstofflieferant und Produktionsweltmeister unserer modernen Welt eng miteinander verwoben sind.

Foto: Alexander Lech

Ziel des Langzeitprojektes ist es, durch die Zusammenarbeit dieser eng verbundenen Achse, ein modernes Manifest zu entwickeln, das nicht allein westliche Ansichten vertritt, sondern eine globale Sprache spricht.

Das Eröffnungsfestival 100 Jahre Bauhausfindet vom 16. bis 24. Januar in Berlin statt. Das dichte Programm macht durch zahllose Formate die Historie und zeitgenössische Relevanz des Bauhauses erlebbar. Der Bauhausbus hält am Donnerstag, den 24. Januar vor der Akademie der Künste in Berlin und ist von 10 bis 20h für die Öffentlichkeit zugänglich.


Headerbild: Mirko Mielke

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