facebook-likehamburgerlupeoverview_iconoverviewplusslider-arrow-downslider-arrow-leftslider-arrow-righttwitter
Foto: Vasily Koloda
Short Q

Cash gegen Forschung: 25.000 für deine Masterarbeit

Die meisten Bachelor- oder Masterarbeiten enden in Schubladen. Zeit, daran etwas zu ändern findet die Wirtschaftswoche und sucht nun den “Supermaster”.

Optimiertes Papier-Recycling, eine implementierbare Smartphone-Sprachsteuerung speziell für Sehbehinderte oder den ersten “Handy-Airbag”. Das sind Errungenschaften junger Wissenschaftler*innen, deren Bachelor- oder Master-Arbeiten gerade mit Preisen ausgezeichnet wurden. Sie zeigen wie viel Potenzial in der Arbeit von Student*innen steckt. Mehrere Tausend (2017 allein über 300.000) Abschlussarbeiten werden jährlich in Deutschland eingereicht, geprüft und bestanden. Die wissenschaftlichen Befunde bleiben aber oft unveröffentlicht und die gewonnen Erkenntnisse der Allgemeinheit verborgen. 

Vorhang auf für gute Ideen

Ein Umstand, dem die Wirtschaftswoche mit ihrer Aktion „Supermaster“ entgegenwirken möchte. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte und Partnern wie der Deutschen Bank sucht das Magazin die beste Masterarbeit mit Wirtschaftsbezug. Damit will die Wirtschaftswoche den verborgenen Ideen in Abschlussarbeiten „ihre verdiente Bühne geben“, so Chefredakteur Beat Balzli. Gekrönt wird der „Supermaster“ außerdem mit 25.000 Euro Preisgeld.

Foto: Emre Gencer

Mit der Abschlussarbeit Geld verdienen?

Absolvent*innen ohne Wirtschafts-Master haben aber ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten ihre Abschlussarbeiten zu veröffentlichen. Grundsätzlich darf jede Bachelor- oder Master-Thesis veröffentlicht, verbreitet und vervielfältigt werden – auch kommerziell. Allerdings ist dieses Nutzungsrecht eingeschränkt, wenn die Student*innen eine andere vertragliche Vereinbarung mit ihrer Ausbildungsstätte haben oder ihre Abschlussarbeit bei einem Unternehmen schreiben. Das gilt auch für die Einreichung bei Preisen. In den meisten Fällen werden die Studierenden von ihre Prüfer*innen auf eine mögliche Teilnahme hingewiesen. An einigen Hochschulen ist zudem üblich, dass ausgewählte Abschlussarbeiten in internen Verlagen veröffentlicht und verkauft werden.

Möchten die Absolvent*innen selbstständig veröffentlichen, haben sie auf Portalen wie GRIN oder diplom.de die Möglichkeit dazu. Viele Hochschulen stellen außerdem Bachelor- und (deutlich mehr) Master-Arbeiten im Open-Access-Netzwerk der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DGF) online. Mit aktuell 249 Bachelorarbeiten im Archiv ist es allerdings klar, dass das Gros der schriftlichen Abschlüsse immer noch in den Schubladen der Universitäten und Absolvent*innen verstauben.

Bis zum 28. Februar 2019 könnt ihr noch Masterarbeiten für den “Supermaster” einreichen. Es werden nur Masterarbeiten zugelassen, die in den letzten 12 Monaten bewertet, in Deutschland, Österreich oder der Schweiz abgeschlossen wurden und einen wirtschaftlichen Bezug haben.

Immer auf dem Laufenden bleiben?

Abonniere jetzt den Qiio-Newsletter