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Short Q

Milliardenrennen der Plattform-Giganten

Diese Woche feierte das Internet seinen 30ten Geburtstag. Dies ermöglichte nicht nur neue Arten der Kommunikation, es bestimmen auch neue Wirtschtaftsformen den globalen Markt. Heute im Fokus: Das Milliardenrennen der Plattform-Ökonomie.

In der Wirtschaft spricht man von den ‘frightful five’. Also den fünf Tech-Giganten aus den USA, die das Rennen in der Plattformeconomy gerade bestimmen. Das wertvollste Unternehmen der Welt ist zurzeit Amazon mit einem Börsenwert von schwindelerregenden 797 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Microsoft einem Wert von 783 Milliarden Dollar.

Dahinter liegen der Google-Konzern Alphabet (748 Milliarden Dollar) und Apple (702 Milliarden Dollar) und Facebook mit 442 Mrd. In China führt die Plattform Alibaba, als wertvollstes Unternehmen mit 417 Mrd im letzten Jahr die Riege der digitalen Unternehmen an. Unabhägig wer nun gerade das Rennen mit welchen Werten anführt: Diese Unternehmen veränderten nicht nur die Art und Weise, wie wir arbeiten und Kontakte knüpfen, sondern auch unser Konsumverhalten und letzendlich die Grundlage auf der Wirtschaft funktioniert.

Diese Infografik von Netzökonom visualisiert die Big Player im globalen Markt, auch wenn die Werte mittlerweile nicht mehr aktuell sind.

Der Nutzer als neue Währung

Eine der neuartigen Aspekte von Plattform-Ökonomie ist das Abhängigkeitsverhältnis zum Nutzer. Ohne eine relevante Zahl an Menschen und Dienstleistern die sich auf einer Plattform zusammenfinden, verliert auch die Plattform an Relevanz. Es ist dahingehend ein Wirtschaftsmodell was in finaler Konsequenz immer ein Plattform-Monopol anstrebt. Dabei entscheidet final tatsächlich die Nutzeranzahl.  

Die Möglichkeit das Verhalten der Nutzer zu analysieren bringt für einzelne Plattformen einen entscheidenden Vorteil, durch den sie sich von traditionellen Geschäftsmodellen abheben. Denn ihre Nutzer führen täglich Milliarden von Interaktionen durch, die das Unternehmen über die Wünsche und das Kaufverhalten der Nutzers informiert und diese Informationen intern weiterverarbeitet. Daher steigen Plattformen auch in ihrem Wert, je mehr Nutzer sich registrieren.

Auf den ersten Blick haben diese daten- und internetbasierten Geschäftsmodelle viele Bereiche unseres Lebens bereichert. Von der sekundenschnellen Informationssuche und dem Knüpfen von Kontakten, über den schnellen Einkauf von Freizeitartikeln und Anziehsachen hin zur personalisierten Urlaubsplanung. Doch für die Vereinfachung unseres Alltags bezahlen wir mit unseren Daten, die von den Unternehmen gesammelt und für die eigene Optimierung verarbeitet werden.

Was birgt die Plattform-Ökonomie an Innovationspotential?

Zum einen agieren auf der Basis dieser Plattformen sogenannte Smart Services, die unser Nutzerverhalten analysieren und unseren Bedürfnissen als Kunden mit maßgeschneiderten Angeboten entgegenkommen. Oft werden mehrere digitale Plattformen dabei verknüpft, um dem Nutzer einen größeren Mehrwert bieten zu können. Kollaborative Wirtschaftsmodelle entstehen und so auch für das Unternehmen immer wieder neue Innovations- und Wertschöpfungsmöglichkeiten. Es ist ein lukratives Geschäft, da es unsere Nutzerdaten sammelt und gewinnbringend an die anderen Plattformen verkauft. Das erklärt warum wir beim Scrollen durch unseren Instagramfeed die Werbung des Buches auftaucht, das man gerade bei Amazon gekauft wollte. Wir kommen mittlerweile nicht mehr drumherum unsere persönlichen Daten für jegliche Handlungen im Internet anzugeben, doch mit der Idee von innovativen Dienstleistern wie Verimi ist uns zusätzlich ein sicherer Umgang mit ihnen gewährleistet. So können wir uns mit einem Verimi Konto überall anmelden und dabei unsere Daten in Sicherheit wissen.

Der andere spannende Vorteil einer digitalen Plattform ist, dass sie bereits eine komplette Infrastruktur besitzen und diese nicht mehr von den Unternehmen selbst geschaffen werden muss. So können private Verkäufer bei Etsy und Ebay beispielsweise von dem großen Netzwerk an Käufern profitieren, ohne selbst zu investieren und einen Onlineshop erstellen zu müssen. Digitale Plattformen funktionieren ebenfalls als Mittler zwischen Dienstleister und Nutzer, ohne dass das Unternehmen eine finanzielle Belastungen aufnehmen muss. Uber oder Airbnb haben weder in Millionen von Autos noch Wohnungen investieren müssen, sie haben sie lediglich gegen Gebühr vermittelt und so enorme Kosten gespart.

Bezahlen per Handy in wenigen Sekunden: Apple Pay und Yunar

Bei der future.challenge haben wir uns bereits damit beschäftigt, wie das Banking zukünftig angesichts der wirtschaftlichen Digitalisierung innovativer gestaltet werden kann. Die Deutsche Bank entwickelte für ihre Kunden zwei innovative Konzepte, die sie in ihrem finanziellen Alltag unterstützen sollen. Die App Yunar ist eine digitale Sammlung all seiner Punktekarten auf deinem Smartphone, die wir alle gerne verlieren und durch Yunar schnell an der Kasse abrufen können. Darüber hinaus schloss sich die Deutsche Bank mit dem Partnerprogramm von Apple zusammen und ermöglichten somit ihren Kunden die Nutzung von Apple Pay, das den Zahlungsablauf beim Einkaufen revolutioniert. So können wir einfach und in wenigen Sekunden ohne Kreditkarte, PIN oder Unterschrift bezahlen. Auf die Art orientiert sich die Plattform am Interesse des Kunden und schafft gleichzeitig Mehrwert für das eigene Unternehmen.

Digitale Plattformen haben uns unseren Alltag erheblich erleichtert, fordern allerdings auch einen Preis: unsere Daten. Letztlich bleiben sie ein faszinierendes Produkt der Digitalisierung unserer Weltwirtschaft, das sich in Zukunft noch weiter wirtschaftlich etablieren muss. Global Player wie Amazon und Alibaba sind zwar anführende Beispiele für ihr Erfolgs- und Innovationspotential, benötigen allerdings langfristig strengere politische Regulatoren, die Nutzer und auch Dienstleister schützen und Wirtschaftsmonopole verhindern.

Mehr zum Thema Plattform-Ökonomie findet ihr auch beim Blog Kleingeldhelden