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Foto: Raj Eiamworakul
Short Q

Airbnb bringt neuen Coup: Übernachten auf der Chinesischen Mauer

Reiseunterkünfte können im Jahr 2018 nicht exklusiv genug sein. Das zeigt auch das Angebot an exzentrischen Schlafplätzen bei Airbnb.

Urlaub und Reise gehören in Deutschland zusammen. Das belegen ganze 70% der in einer Studie befragten Deutschen, die 2018 ihre (freie) Zeit abseits von zuhause verbringen wollen. Fast Dreiviertel dieser Reisen führen ins Ausland. Zwar stehen Frankreich, Italien und Co. weiterhin hoch im Kurs, aber zunehmend zieht es uns auch über die Grenzen Europas hinaus.

Kein Wunder, denn die immer gleichen Bilder der hügeligen Toskana und der Lavendel-Bretagne werden ja doch fade im Instagram-Stream.

Je Spezieller, desto besser

Um unseren Urlaub also instaworthy zu gestalten, braucht das Land neue Reiseziele. Ein Wunsch, dem die Online-Plattform Airbnb gerne nachkommt. Die bieten nicht nur private Unterkünfte in aller Welt, sondern auch Iglus, Flugzeuge oder ganze Burgen an für die erlbenisreiche Übernachtung an.

Seit Neuestem hat die Online-Plattform ihr Portfolio um ein ganz besonderes Objekt erweitert: die Chinesische Mauer. „Zum ersten Mal seit Tausenden von Jahren gibt es nun die Möglichkeit, eine Nacht in einem der sieben Weltwunder zu verbringen.“, heißt es in der Pressemeldung von Airbnb. Dieser monumentalen Ansage schicken sie sicherheitshalber noch ein Video hinterher, das die atemberaubende Lokalität vorführt.

Ein bisschen zugig sieht es aus. Und die Ausstattung lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Dafür wird die Übernachtung mit einem Dinner, musikalischer Unterhaltung, Spaziergang im Morgenrot, exklusiven Führungen sowie Kursen bereichert – spektakuläre Urlaubsfotos inklusive.

Die Chinesische Mauer hat viel zu bieten, fällt aber durch die Airbnb Standards.  Screenshot Airbnb.

Eine Mauer, die sie alle vereint?

Bei diesem Angebot geht fast unter, warum Airbnb gemeinsam mit pekinesischen Historikern und Denkmalschützern das Weltwunder zum Hotel werden lässt. „Wir sind stolz auf die gemeinschaftliche Leistung, mit der wir auf dieses unglaubliche Bauwerk und Wahrzeichen aufmerksam machen, dass heute mehr denn je dazu dient, Menschen zu vereinen, anstatt sie wie ehemals voneinander zu trennen.“, sagt Airbnb China Vorsitzender Nathan Blecharczyk.

Damit die Gäste nicht nur für ein paar schöne Bilder, sondern auch wegen der Idee kommen, kann man die exklusive Übernachtungsmöglichkeit (zunächst?) nur gewinnen. Alle Teilnehmer müssen dem Unternehmen in 550 Zeichen erklären, warum es wichtig ist, Grenzen zwischen Kulturen abzubauen und neue Verbindungen zu schaffen. Im Sinne einer Mauer, die nicht ausgrenzt, sondern Willkommen heißt.

Screenshot Airbnb.

Ein schönes Statement und eine klare Haltung zu einer bisher politisch fragwürdigen Grenzpolitik in 2018.

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