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Foto: Dustan Woodhouse
Short Q

EU will Strohhalme, Wattestäbchen & Co. verbieten

Jedes Jahr gelangen unzählige Tonnen Plastik in die Ozeane. Die Europäische Kommission plant die Vermüllung nun einzudämmen. Folgende Einwegartikel sollen verboten werden.
  • Strohhalme
  • Einweg-Kaffeerührstäbchen
  • Einweg-Plastikgeschirr
  • Einweg-Plastikbesteck
  • Wattestäbchen (Sie sollen durch “nachhaltige Alternativen” ersetzt werden.)
  • Luftballon-Plastikhalterungen

Die Europäische Kommission hat eine Zusammenfassung des Maßnahmenkatalog online gestellt. Danach seien die zehn häufigsten Einweg-Plastikartikel für 43% der Meeresverschmutzung verantwortlich. Das Verbot soll nun für diejenigen Artikel verhängt werden, für die es bereits nachhaltige Alternativen gibt. Wenn sich die Verschmutzung ungehindert fortsetzte, würde in 30 Jahren mehr Plastik als Fische in den Ozeanen schwimmen.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) geht der Vorstoß nicht weit genug

Dazu sollen auch Hersteller dieser und anderer Plastikartikel verpflichtet werden, auf das Thema aufmerksam machen, Aufräumaktionen zu unterstützen und Recycling anzubieten. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist das aber nicht genug. Sie findet, man müsse noch stärker beim Hersteller ansetzen, denn es sei dort, “wo es in die Umwelt hineinkommt.”

Der Vorstoß der EU-Kommission ist allerdings noch keine beschlossene Sache. Die Institution gleicht im Prinzip der Regierung eines Staates, der Handlungsspielraum ist jedoch, neben dem (Europa-)Parlament zusätzlich durch den Europäischen Rat begrenzt. Dort sitzen die Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsstaaten.

Ist minimaler Konsum die Lösung?

Ob angesichts der Müllproblematik und des Klimawandels eine materielle Einschränkung nötig ist, um unser zukünftiges Überleben zu sichern – damit beschäftigt sich Qiio-Autorin Edith Löhle im Kompendium Minimaler Konsum. Und wie eine Abkehr von Massengütern die Wertschätzung für das Handwerk wiederbeleben würde, davon handelt Wilkin Schröders Artikel des Kompendiums Handwerk als Luxusgut.

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