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Kompendium: Wellness Technologies

Ein Blick in die ferne Zukunft: Nach dem Löschen des internationalen digitalen Kunstarchivs im Jahr 2035 durch einen Virus und der daraus resultierenden Loslösung der Kunst aus den Strukturen des Marktes verspricht die neue „Wellness-Art-Bewegung“ den Zugang zur Kunst für alle. Außerdem macht sie glücklich. 

Kompendium

Die menschliche Suche nach einem schönen, gesunden, bequemen und glücklichen Leben kann man heute unter dem Begriff „Wellness“ zusammenfassen. Im technischen Fortschritt hat sie eine treibende Kraft gefunden. Oft sind es disruptive Ideen, die Wellness nicht nur für die Elite, sondern für alle Menschen ermöglichen. Wie wird weltweites Wohlbefinden in der Zukunft aussehen?

Kompendium: Wellness Technologies

Ein Bad in einem Onsen, Japans heiße Quellen, gilt seit Jahrhunderten als erholsames Reinigungsritual von Körper, Geist und Seele. Erst mit der Kazusa-Bori-Tiefbohrtechnologie,konnten öffentliche Bäder im großen Stil entstehen. Onsenbesuche wurden damit in der Bevölkerung zum Massenphänomen.

Kompendium: Wellness Technologies

Das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre ermöglichte so vielen Menschen wie nie zuvor ein gutes und bequemes Leben – auch dank technischem Fortschritt, dessen Beschleunigung in den darauffolgenden Jahren allerdings wiederum zu vermehrtem Stress führt. Paradoxerweise ist es ebenfalls die Technik, die die Bürger mit ebendieser versöhn. und gleichzeitig die Lust am Konsum befriedigt.

Kompendium: Wellness Technologies

Sex ist heute Wellness. Mittlerweile haben sich so auch Vibratoren zu einem Lifestyle-Objekt gemausert. .

Kompendium: Wellness Technologies

Stress und Erschöpfung erleben Menschen aus marginalisierten Communities oftmals besonders stark. Wellness kann Linderung verschaffen, ist aber ein Privileg. Wellbeing für alle ist deshalb auch eine Form von Protest. Doch wie kann der aussehen?

Kompendium: Wellness Technologies

Onsen — Der Vorläufer vom Wellnessurlaub

Kompendium: Wellness Technologies

Onsen — Der Vorläufer vom Wellnessurlaub

Bis heute ist ein Urlaub in einem der heute knapp 28 000 heißen Badequellen in über 6000 Onsen-Dörfer, die beliebteste Form des japanischen Inlandstourismus, der oft in Form eines Kurztrips stattfindet. Foto: Hasui Kawase.

Bis heute ist ein Urlaub in einem der heute knapp 28 000 heißen Badequellen in über 6000 Onsen-Dörfer, die beliebteste Form des japanischen Inlandstourismus, der oft in Form eines Kurztrips stattfindet. Foto: Hasui Kawase.

Ein Bad in einem Onsen, Japans heiße vulkanische Quellen, gilt seit Jahrhunderten als erholsames und spirituelles Reinigungsritual von Körper, Geist und Seele. Erst mit der Kazusa-Bori-Tiefbohrtechnologie, die im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelt wurde, konnten öffentliche Bäder im großen Stil entstehen. Onsenbesuche wurden damit in der wachsenden Bevölkerung zum Massenphänomen.

Die Hitze knabbert an der Haut, der feste Druck der heißen Wassermassen umschließt den Körper wie eine wohltuende Umarmung und die dampfenden Wolken scheinen sich, heute genauso wie vor hunderten von Jahren, wie ein besänftigender Schleier über die hektisch hüpfenden Gedanken des Tages zu legen.

Seit jeher raucht, brodelt, zischt und blubbert in Japan überall da die Erde, wo sich ein Onsen, so nennt man die heißen vulkanischen Badequellen genauso wie die Wellness- und Kurorte drum herum, im Boden auftut.Schon im Mittelalter gönnte sich von der Landbevölkerung über den Städter bis hin zu den Königen jeder ein wohltuendes mineralisches Bad, das, neben einer äußerlichen Reinigung, allen voran ein inneres Reinigungsritual für Körper, Geist und Seele ist.

Auf dem Bild zu sehen ist eine japanische, handgetönte Postkarte vom Onsen-Park in Nagasaki. Foto: Ehagaki Nagasaki.

Ein langes Leben, eine glückliche Ehe, Gesundheit, Reichtum, Kindersegen – im Onsen traf sich nicht selten das ganze Dorf zu religiösen Baderitualen oder im Glauben an dessen mystische und heilende Wirkung.

Eine neue Technologie sorgt für Massenentspannung

Es muss zu Beginn des 20. Jahrhunderts vielerorts aber nicht nur gedampft und geblubbert, sondern vor allem gehämmert und gewummert haben. Denn vulkanische Quellen gibt es im Land der 265 Vulkane zwar viele,  allerdings ist es erst auf die Erfindung der Kazusa-Bori-Technologie im ausgehenden 19. Jahrhundert zurückzuführen, dass der Zugang zum wohltuenden Bad, dessen mineralisches Wasser tatsächlich einen positiven Effekt auf das Immunsystem, den Metabolismus und die Haut hat, auch wirklich einem Großteil der wachsenden Bevölkerung ermöglicht wurde. 

Eine Anleitung zur Benutzung des Onsen in der kleinen Japanischen Stadt Hakone. Foto: Rokasanjin, 1811.

Kazusa-Bori ist eine einfache, aber effektive Bohrtechnologie, die ursprünglich zum Erreichen tief liegender Trinkwasserressourcen entwickelt wurde und bei der die Spannkraft einer Bambusfeder für die Bohrung eingesetzt wird. Mit dieser Arbeitsweise lässt sich auch das brodelnde Wellnesswasser aus dem Boden befördern.  Weil die Technik simpel ist, verbreitete sie sich so schnell im Land wie einem die Hitze im Onsen zu Kopf steigt. Mit den künstlichen Bohrungen hatte sich die Zahl der Badestellen mit natürlichem Wasser schnell vervielfältigt. 

Karōshi bedeutet auf Japanisch „vor Überarbeitung sterben“

Bis heute ist ein Urlaub in einem der heute knapp 28 000 heißen Badequellen in über 6000 Onsen-Orten die beliebteste Form des japanischen Inlandstourismus, der oft in Form eines Kurztrips stattfindet. Angebote gibt es in allen Preiskategorien. Tatsächlich scheinen die Japaner ihre Wellness-Kurztrips auch wirklich nötig zu haben, immerhin kennt das Land mit Karōshi sogar ein Wort dafür, wenn man an Überarbeitung stirbt. Und der Etikette wegen werden nur selten alle einem zustehenden Urlaubstage eingereicht.

Heute schätzen jedenfalls auch Japanbesucher das „authentische“ Bad, das mittlerweile auch exportiert wird — dann aber meist als luxuriöses Spa-Konzept für die Oberschicht. Der einstige Zugang für alle durch technischen Fortschritt erlebt damit in der Gegenwart gewissermaßen eine Umkehr.

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Wirtschaftswunder oder das Golden Age of Wellness

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Wirtschaftswunder oder das Golden Age of Wellness

Mit dem Golden Age of Capitalism ab den 1950ern wächst der Wohlstand in den westlichen Ländern für einen so großen Teil der Bevölkerung wie nie zuvor. Foto: Pikist.

Mit dem Golden Age of Capitalism ab den 1950ern wächst der Wohlstand in den westlichen Ländern für einen so großen Teil der Bevölkerung wie nie zuvor. Foto: Pikist.

Das Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre ermöglichte so vielen Menschen wie nie zuvor ein gutes und bequemes Leben – auch dank technischem Fortschritt, dessen Beschleunigung in den darauffolgenden Jahren allerdings wiederum zu vermehrtem Stress führt. Paradoxerweise ist es ebenfalls die Technik, die die Bürger mit ebendieser versöhn. und gleichzeitig die Lust am Konsum befriedigt.

Der Tag war lang und stressig, die Arbeit nervenaufreibend, die Kinder laut und glücklicherweise endlich im Bett. Am Abend entspannen die Eltern bei einem leckeren Essen, einem guten Glas Rotwein — und mit einer vibrierenden Massagehaube auf dem Kopf? Was auf den ersten Blick albern bis absurd aussieht, scheint in den 1960ern ein allseits beliebtes Stück Spa im Eigenheim zu sein, glaubt man zumindest der Werbung aus jenen vergangenen Tagen. 

Mit dem Golden Age of Capitalism ab den 1950ern wächst der Wohlstand in den westlichen Ländern für einen so großen Teil der Bevölkerung wie nie zuvor. Die Menschen sehnen sich nach dem bequemen Leben und neue, aus heutiger Sicht verrückt erscheinende Erfindungen für den Heimgebrauch, ermöglichen es ihnen. 

Viele Dinge des Alltags versprechen dem Menschen einen neuen Komfort, der eigentliche nicht nötig wäre, wie diese amerikanische Werbung der “Wunder Sauna Hot Pants” aus dem Jahr 1974. Foto: Joe Wolf.

Die Geburtsstunde von Wellness im goldenen Zeitalter des Kapitalismus

Noch bevor der Begriff ab den 1970ern populär wird, schlägt ab den 1950ern die Geburtsstunde von Wellness als ein konstanter, alle Bereiche des Seins, und Konsums, umfassender, nach Wohlbefinden, Gesundheit und Glück strebender Lebensstil. Der neue, körperlich immer weniger anstrengende Alltag und Wohlstand für jedermann kommt allerdings nicht ohne eine vielerorts bejammerte Beschleunigung daher. Denn dass sich Arbeiter und Hausfrau abends zunehmend gestresst, überfordert oder gar krank fühlen und nach Entspannung sehnen, ist selbst erst Resultat einer stetig schneller und technischer werdenden Welt. 

Technischer Fortschritt ist auch ein Paradox

Der technische Fortschritt jener Zeit ist damit im Grunde ein Paradox: Einerseits sorgen neue Technologien dafür, dass ein Plus an Effizienz, Leistung, Arbeits- und Produktionsvolumen und somit Wachstum und Wohlstand für viele überhaupt erst möglich wird. Andererseits braucht es neue Erfindungen im Privaten, damit der Arbeiter und seine Familie im immer schneller drehenden Hamsterrad mithalten können. Ob Schnellkochtopf oder schneller werdende Automobile; die neuen Technologien machen ein Leben zwischen Arbeit und Familie erst möglich. 

Hier zu sehen ist der Sauna Gürtel “Trim-Jeans”, eine Werbung aus dem Time Magazine vom 1. Februar 1971. Foto: Flickr (CC by 2.0).

Ironischerweise ist es so eben auch die Technik selbst, die den Menschen auf eine wattierte Wolke bettet und mit ihrer eigenen Schattenseite versöhnt. Viele Dinge des Alltags versprechen dem Menschen einen neuen Komfort, der eigentliche nicht nötig wäre. Das Auto wird nicht mehr nur schneller, sondern auch bequemer — Stichwort Sitzheizung und Massagefunktion. Kontaktlinsen ermöglichen nicht nur ein leistungsstärkeres Sehen, sondern werden auch weicher, damit das Tragen angenehmer ist. 1950 kam die erste, noch kabelgebundene, Fernbedienung auf den Markt, mit der man zum Umschalten der Programme bequem sitzen bleiben konnte. Passender Name? Lazy Bones.

Feel-Good-Erfindungen als Anti-Stress-Kompensation 

All das führt ab den 1960ern zu einer ganzen Reihe von sonderbaren Alltagserfindungen, wie die eingangs erwähnten Kopfmassagehauben. Auch der Fußvibrator, eine vibrierende Platte, die Verspannungen im Körper über die Füße lösen soll, fällt in diese Kategorie. Das zunehmend beschleunigende Hamsterrad aus Technikstress und der Kompensation mit Feel-Good-Technik bringt so eine bislang ungeahnte Gleichzeitigkeit von Handlungen hervor. 

Besonders schräg sind die „Sauna-Hotpants“, eine kurze Hose, die aussieht, als würde sie aus zusammengeklebten Luftschlangen bestehen und welche, bei der Heimarbeit oder in der Freizeit getragen, den Träger ähnlich wie in der Sauna zum Schwitzen bringt — so hat man gleichzeitig noch etwas für seine Entschlackung und Fitness getan. 

Dass sich solche verrückten Erfindungen nicht langfristig durchgesetzt haben, verwundert kaum. Aber sie verweisen schon auf das, was in Sachen Wohlfühlen in den Jahrzehnten nach ihnen kommt: Eine immer größere Konzentration auf das Arbeiten an der eigenen Person und am Körper irgendwo zwischen Self-Optimization und Self-Care.

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Wie künstliche Befruchtung zur intimen Wellnesserfahrung wird

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Wie künstliche Befruchtung zur intimen Wellnesserfahrung wird

WAY ist 3D-gedruckt und aus medizinischem Silikon hergestellt. Im „schlangenförmigen“ Hauptkörper befindet sich ein Silikonschlauch, durch das später das Ejakulat schießt. Foto: WAY.

WAY ist 3D-gedruckt und aus medizinischem Silikon hergestellt. Im „schlangenförmigen“ Hauptkörper befindet sich ein Silikonschlauch, durch das später das Ejakulat schießt. Foto: WAY.

Sex ist heute Wellness. Mittlerweile haben sich so auch Vibratoren zu einem Lifestyle-Objekt gemausert. Mit WAY geht Designerin Kamila Rudnicka einen Schritt weiter: Sie hat den Prototypen eines Gerätes entwickelt, das queeren Paaren Spaß an der künstlichen Befruchtung verschaffen soll.

Vibratoren existieren seit der Antike. Schon Cleopatra soll ein mit brummenden Bienen gefülltes Gefäß als „Spielzeug“ verwendet haben, im 19. Jahrhundert dienten sie als Gerät zur Behandlung von Hysterie. Aus der erotischen Schmuddelecke des 20. Jahrhunderts schafften sie im 21. mit neuen geschlechtslosen Formen, Künstlicher Intelligenz und 3-D-Technik den Sprung in die Lifestyle-Welt. Mit dem „WAY Home Insemination Kit“ hat die Designerin Kamila Rudnicka jetzt den ersten Prototypen zu einem Gerät entwickelt, welches die Befruchtung zu Hause mit den Freuden eines Vibrators verbindet. Das soll vor allem nichtbinären Paaren ein intimes Fortpflanzungserlebnis verschaffen. 

Die polnische Designerin Kamila Rudnicka kämpft für mehr LBGT-Rechte in ihrem Land. Foto: Mariusz Mokszki.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, WAY zu entwickeln?

Das hatte gleich mehrere Gründe. Da wäre zunächst die wissenschaftliche Seite. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden rund 80 Millionen Paare weltweit unter Fertilitätsproblemen, die Zahl ist steigend. Man nimmt an, dass etwa in meiner Heimat Polen rund 20 bis 25 Prozent aller Ehen davon betroffen sind. Übrigens hieß es lange, dass allein die Frau von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen sei. Erst in den 1980ern wurden Studien zur Fertilität von Spermien veröffentlicht. Heute weiß man, dass Männer in rund 35 Prozent aller Fälle für die Unfruchtbarkeit verantwortlich sind. Künstliche Befruchtung, ob als minimalinvasiver Eingriff oder im Labor, wird langfristig also noch zunehmen. 

Befruchtung kann heute, wie Sie es anreißen, auch im Labor passieren. Warum das Set für zu Hause?

Ich bin lesbisch. Wenn meine Partnerin und ich irgendwann einmal ein Kind haben wollen, wird das nur über künstliche Befruchtung passieren. Eine klinische Insemination erscheint uns beiden befremdlich und als der medizinisch sterile Akt, der er ja auch ist. Dabei soll ein Kind unserer Meinung nach, wenn möglich, aus einer intimen Erfahrung und liebenden Verbindung hervorgehen. 

Die Schlussfolgerung?

Als ich WAY entwickelte, hatte ich die Idee eines Gerätes im Hinterkopf, das zwei Möglichkeiten der Nutzung miteinander verbindet: den intimen sexuellen Akt und die Befruchtung. WAY richtet sich insofern besonders an Paare, die nicht durch „traditionelle“ Penetration schwanger werden können oder wollen. An lesbische Paare, Transfrauen oder auch solche, wo ein Partner mit HIV infiziert ist. WAY ist nicht für heterosexuelle Paare gedacht, die schon jahrelang versuchen, schwanger zu werden. “Ohne die sexuelle Befreiung der Frau hätte der Vibrator nie den Sprung aus der Schmuddelecke in den Mainstream geschafft.”

Sex und Fortpflanzung kommen also wieder zusammen? Die Trennung von beidem galt lange als Katalysator der sexuellen Revolution und insbesondere der Befreiung der Frau. 

Das ist auch wichtig und richtig. Gerade die Einführung der Antibabypille in den 1950ern machte es Frauen möglich, Sex auch als etwas Schönes und Lustvolles wahrzunehmen und eine Familie nach eigenen Wünschen zu planen. Andersherum braucht es heute weder Sex noch Partner, um sich einen Babywunsch zu erfüllen. Dass heute überhaupt öffentlich über weibliche Lust gesprochen wird, die historisch betrachtet lange als nicht existent betrachtet wurde, hat sicher auch mit dieser Trennung zu tun. 

“Ohne die sexuelle Befreiung der Frau hätte der Vibrator nie den Sprung aus der Schmuddelecke in den Mainstream geschafft.” Foto: WAY.

Welche Rolle spielt dabei der Vibrator?

Ohne die sexuelle Befreiung der Frau, auch wenn sie bis heute vielerorts noch ein Tabuthema ist, hätte der Vibrator nie den Sprung aus der Schmuddelecke in den Mainstream geschafft. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass die menschliche Fortpflanzung zukünftig nur noch ein medizinischer Eingriff im Labor sein soll. 

Immerhin hat die Natur es so eingerichtet, dass die Fortpflanzung etwas Schönes sein soll, oder nicht? Welche Rolle spielt der weibliche Orgasmus bei der Befruchtung aus wissenschaftlicher Perspektive?

Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass der weibliche Orgasmus die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht. Wohl wegen der Kontraktionen, die die Spermien nach physikalischen Kräften weiter nach oben in die Gebärmutter drücken. Es gibt allerdings auch Studien, die das anders sehen. Generell kann man wohl sagen, dass der Orgasmus, wie so vieles in Verbindung mit dem weiblichen Körper, medizinisch untererforscht ist. Mit einem Orgasmus die Chancen auf Schwangerschaft steigern

Schon Cleopatra soll ein mit brummenden Bienen gefülltes Gefäß als „Spielzeug“ verwendet haben, im 19. Jahrhundert dienten sie als Gerät zur Behandlung von Hysterie. Foto: WAY.

Was denken Sie selbst?

Ich glaube an den positiven Effekt des Orgasmus (lacht). Was immerhin tatsächlich statistisch bewiesen ist, ist der Umstand, dass körperlicher, und insbesondere mentaler Stress, negativen Einfluss auf die Möglichkeit schwanger zu werden haben kann. Sex wirkt da erwiesenermaßen stressabbauend. 

Wie genau funktioniert WAY eigentlich?

WAY ist 3D-gedruckt und aus medizinischem Silikon hergestellt. Im „schlangenförmigen“ Hauptkörper befindet sich ein Silikonschlauch, durch das später das Ejakulat schießt. Dieses wird über eine Art Pipette in einen Ballon gepumpt, welcher im auf dem Hauptkörper sitzenden Ring so angebracht wird, dass er mit dem Schlauch verbunden werden kann. Der Samentransfer passiert dann über die Druckkräfte innerhalb des Ballons. 

Hat WAY bereits Paaren zu einer „Wellnessbefruchtung“ verholfen?

Leider noch nicht. WAY ist mein Masterdiplom-Projekt und existiert bislang nur als Prototyp. Ich hoffe aber, es mit einem Partner an den Markt bringen zu können. Allerdings habe ich mich für meine Arbeit von einem Psychologen und einem Gynäkologen beraten lassen.

Während meiner Recherchen stieß ich übrigens auf die Geschichte der angeblich ersten Heiminsemination eines lesbischen Paares, die 1996 stattgefunden und wofür die beiden eine Bratensaftspritze verwendet haben sollen. Das Sperma bewahrten sie in einem Glas auf, in dem sich vorher eingelegte Zwiebeln befanden. Das ließ mich daran erinnern, dass Befruchtung im Grunde sehr einfach sein kann. Aber am besten macht es auch noch Spaß.

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Kompendium: Wellness Technologies

Wellness ist Aktivismus

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Wellness ist Aktivismus

Auch Wellness ist insofern ein Privileg. Und für sein Wohlbefinden einzustehen erfordert eben Aktivismus. Foto: Conscious Design.

Auch Wellness ist insofern ein Privileg. Und für sein Wohlbefinden einzustehen erfordert eben Aktivismus. Foto: Conscious Design.

Stress und Erschöpfung erleben Menschen aus marginalisierten Communities oftmals besonders stark. Wellness kann Linderung verschaffen, ist aber ein Privileg. Wellbeing für alle ist deshalb auch eine Form von Protest. Doch wie kann der aussehen? Wir wagen einen fiktiven Blick in die Zukunft und haben uns eine App ausgedacht, die 2025 mit softem Aktivismus und Wellnessaktionen das Leben marginalisierter Menschen weltweit gesünder, besser und entspannter macht. 

An die 1000 Demonstranten sind bereits da, einige Nachzügler stoßen noch hastig auf dem großen Platz in Los Angeles dazu, von wo aus der Protestmarsch der #blacklivesmatter 2025 zur Fünfjahresfeier nach den großen ersten Demos gegen Polizeigewalt und für mehr Gerechtigkeit starten wird. Bevor es losgeht, findet eine freiwillige Wellbeing-Aktion von WELL! statt — die Wellness-App für marginalisierte Communities. 

Bis 2025 hatte sich WELL! aus einer solidarischen Bewegung für schwarze Frauen und nichtbinäre Menschen aus der Community heraus zu einem international agierenden Netzwerk weiterentwickelt. Foto: Motoki Tonn.

Die Demonstranten setzen sich jetzt kollektiv auf den Boden und öffnen ihre Smartphones, um in der App die Protestmeditation zu öffnen, die eigens für diesen Tag entwickelt wurde und die den Demonstranten dabei hilft, ihre Wut, allen Stress und Ärger in positive Energien und ein stärkeres, gefestigtes und friedliches Gemeinschaftsgefühl umzulenken. 

Bis 2025 hatte sich WELL! aus einer solidarischen Bewegung für schwarze Frauen und nichtbinäre Menschen, die an erschöpfte Demonstranten kostenlose Wellnessprodukte zur Gesundheits- und Wellbeingprävention verteilte, aus der Community heraus zu einem international agierenden Netzwerk weiterentwickelt, welches Menschen aus marginalisierten Gemeinschaften jeglicher Art mit softem Protest und Wellnessaktionen zu einem stressfreieren, gesünderen und allgemein besseren Alltag verhilft. 

Wellness ist auch ein Privileg

Wellness ist Aktivismus? Das klingt im ersten Moment absurd, lässt sich aber leicht aufschlüsseln. Immerhin ist Wellness als Antwort auf einen Gesundheitsbegriff, der nicht nur das Fehlen von Krankheit, sondern die Konstante des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens meint, für viele Menschen aus marginalisierten Communities nach wie vor unerreichbar. Dafür sorgen noch immer durch Rassismus und Ungerechtigkeiten verkrustete Strukturen in vielen Teilen der Welt, ein ungleicher Zugang zu Gesundheits- und Sozialsystemen oder ein genereller Mangel an Chancengleichheit. 

Wenn man so will, ist WELL! also eine soziale Wellnessplattform geworden, irgendwo zwischen Facebook, Headspace und Forumkultur. Foto: Fred Moon.

Auch Wellness ist insofern ein Privileg. Und für sein Wohlbefinden einzustehen erfordert eben Aktivismus. Anfangs wuchs die Bewegung auf Instagram, aber mit der zunehmenden weltweiten Verbreitung wurde für WELL! eine eigene App entwickelt, die die Möglichkeit der sozial-solidarischen Interaktion mit digitalen Aktionen und der Ankündigung physischer Events genauso verbindet, wie sie digitale Wellnessangebote für zwischendurch, etwa kurze Meditationen, bietet. Wenn man so will, ist WELL! also eine soziale Wellnessplattform geworden, irgendwo zwischen Facebook, Headspace und einer allgemeinen Forumkultur. 

Mit WELL! Das Leben aller etwas verbessern

In verschiedenen Ländern und Regionen der Welt sind die Aktionen obendrein unterschiedlich kulturell beeinflusst. In Japan etwa, wo es sich nach traditionellen Vorstellungen für Frauen nicht schickt, den Mund in der Öffentlichkeit weiter als zu einem kleinen Lächeln zu öffnen, wurden bereits mehrfach Lach-Happenings veranstaltet, bei der sich viele Frauen zum kollektiven Lachen im öffentlichen Raum treffen. 

In Südafrika ist in Anlehnung an die Lebensphilosophie „Ubuntu“ eine im Mikrokosmos der Nachbarschaft stattfindende Community-Kultur entstanden, die die dort besonders gelebte Alltagsphilosophie der Menschlichkeit, Solidarität und gegenseitigen Verantwortung wiederspiegelt.. Oft kommt es vor, dass sogar Tagesmeditationen, die in der WELL! App angeboten werden, dort nicht alleine gemacht werden, sondern in kurzen Treffen zusammen entspannt wird. Dort gibt es längst auch lokale Tagesmediationen, etwa auf Basis traditioneller Klänge der Zulu-Kultur.

WELL! ersetzt weder einen Arztbesuch noch ist es eine offizielle Form von Therapie und macht andere Formen von Protest keineswegs überflüssig. Aber sie hilft dabei, mit Wellness, dem soften Aktivismus, das Leben für alle ein wenig zu verbessern. 

Gabrielle Richardson hat im Juni 2020 das Brown Girl Butterfly Project ins Leben gerufen: Eine Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, schwarze und braune Frauen sowie nichtbinäre Menschen durch Heilung, Pflege und sanften Protest zusammen zubringen. Foto: Jessica Felicio.

Brown Girl Butterfly Project als reales Vorbild von WELL!

Alles Fantasie? So weit hergeholt ist die Idee der App und ihre Entstehung aus einer soften Protestbewegung in den USA tatsächlich nicht. Um die Menschen, die 2020 an vorderster Front in der #blacklivesmatter Bewegung kämpfen, und von denen oft Frauen besonders marginalisiert werden, zu unterstützen, hatte Gabrielle Richardson im Juni 2020 tatsächlich das Brown Girl Butterfly Project ins Leben gerufen: Eine Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, schwarze und braune Frauen sowie nichtbinäre Menschen durch Heilung, Pflege und sanften Protest zusammen zubringen. 

Als erste Aktion hatten Model, Aktivistin und Kuratorin des Art Hoe Collectives Gabrielle Richardson und ihre Helfer*innen (Freund*innen genauso wie Freiwillige) 100 Wellness-Kits in Los Angeles verteilt. In den Kits befanden sich  von Marken gespendete Haar- und Pflegelotionen, Kleider, Tees und weitere Produkte, die die akute mentale, spirituelle, physische und emotionale Last lindern sollen. Weitere weltweite Aktionen sollten folgen. „Rest is revolutionary“, kommentierte eine Followerin die Bewegung auf Instagram. Ruhe ist revolutionär. Oder anders gesagt: Wellness ist Aktionismus

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KHI oder die Kunst des angenehmen Lebens

Kompendium: Wellness Technologies

KHI oder die Kunst des angenehmen Lebens

Das Löschen sämtlicher IDAA-Server durch einen Virus hatte schlagartig eine ganze Reihe von Folgen. Foto: Alvan Nee.

Das Löschen sämtlicher IDAA-Server durch einen Virus hatte schlagartig eine ganze Reihe von Folgen. Foto: Alvan Nee.

Ein Blick in die ferne Zukunft: Nach dem Löschen des internationalen digitalen Kunstarchivs im Jahr 2035 durch einen Virus und der daraus resultierenden Loslösung der Kunst aus den Strukturen des Marktes verspricht die neue „Wellness-Art-Bewegung“ den Zugang zur Kunst für alle. Außerdem macht sie glücklich. 

Freya Artsdottir badet im Glück — ganz wortwörtlich. Sie würde das nie öffentlich zugeben, aber damals, 2035, bei ihrer ersten Solo-Ausstellung, hatte sie einen großen Vorrat an glücklich machendem Badesalz auf Basis spezieller Kräuter und Hormone heimlich gehortet, das das Gratis-Merchandise zum Programm war. Eigentlich dämlich, immerhin stand schon damals fest, dass es das Salz kostenlos und für immer und jeden geben wird, weil es in einer der bis dahin neuen Full-Cycle-Wasserstofffabriken sich permanent selbst erneuernd produziert wurde. Das konnte nur noch keiner glauben. Sie muss schmunzeln, wie viel seitdem passiert ist. 

„The Artist is Happy“, lautete der Titel ihrer ersten multimedialen Ausstellung, natürlich eine Anspielung an die Künstlerin Marina Abramovic, mit der Artsdottir eine positive Antwort auf die letzte große Krise in der Kunst setzen wollte: dem plötzlichen Löschen des International Digital Art Archive (IDAA) im Jahr 2035 durch einen Virus. In den 2020ern war das IDAA sukzessive als weltweiter Sammelplatz für Kunst aufgebaut worden, um mehr Transparenz in den Kunsthandel zu bringen und damit Spekulationen zu vermeiden. Das IDAA war bis 2035 also auch die zentrale Datenbank für den Kunstmarkt. 

Das Verschwinden der Kunst aus dem Markt hatte eine sowohl eine befreiende als auch heilende Wirkung. Vor allem eröffnete sich damit die Chance, Kunst für alle Menschen zugänglich und auch verständlich zu machen. Foto: Angele Kamp.

Die Befreiung der Kunst durch das Verschwinden des Marktwertes

Das Löschen sämtlicher IDAA-Server durch einen Virus hatte schlagartig eine ganze Reihe von Folgen. Vor allem aber die, dass keinem Kunstwerk der Welt, das jemals digitalisiert wurde, mehr ein Wert zugeordnet werden konnte, egal ob es zuvor 360 Millionen Dollar kostete oder 30. 

Das Verschwinden der Kunst aus dem Markt hatte eine sowohl eine befreiende als auch heilende Wirkung. Vor allem eröffnete sich damit die Chance, Kunst — bis dato etwas Elitäres für ein paar happy few — jetzt, wo sie sowieso nichts mehr kostete, für alle Menschen zugänglich und auch verständlich zu machen. In dieser Zeit entwickelte sich die Kunstbewegung „Wellness Art“, häufig auch „Art of Wellbeing“ genannt, die es sich nicht nur zum Ziel setzte, Kunst für alle zu entwerfen, sondern gleichzeitig den Anspruch hatte, die Menschen mit der Kunst glücklich zu machen. 

Eine der Künstlerinnen, die diese Bewegung maßgeblich vorantrieb, war Freya Artsdottir. Die Isländerin hatte sich schon immer für das Wohl der Menschen durch die Kunst interessiert. In der Vergangenheit gab es bereits einige in ihren Augen spannende Ansätze — die leider oftmals noch ziemlich elitär waren. Marina Abramovic machte mit „Cleaning the Housedas Loswerden von Ballast zum künstlerischen Reinigungsritual. In den ehemals sakralen Räumen der Berliner König Galerie fanden Yoga-Sessions statt. Und der ebenfalls isländische Künstler Olafur Eliasson hatte mit Kunst in der Augmented Reality experimentiert. Eine „Little Sun Everywhere“, eine digitale Sonne in der erweiterten Realität, die überall und für jeden scheinen sollte — die Idee fand Artsdottir schon ganz gut. 

“Wellness Art” oder die Kunst des Wellbeings

Artsdottir machte sich an ihr eigenes multimediales Werk. Sie erfand zum Beispiel eine sensorische Kugel, die wie ein Raumfahrerhelm auf dem Kopf getragen wird und in der nur die erheiterndsten Farben, Düfte und Klänge gespielt werden. Zuvor stellt die künstliche Intelligenz eines Sprachassistenten den Trägern zunächst einige Fragen, um das sensorische Profil individuell anzupassen. Ein weiteres Highlight der Ausstellung war der „Emotionale Fußabdruck“. Beim Betreten der Ausstellung (Einlass nur Barfuß) trackte eine Maschine auf Basis von Körpertemperatur und Stresshormonen im Schweiß den emotionalen Zustand der Besucher und vermittelte so gleichzeitig ein unbekanntes „Match“ innerhalb der Ausstellung. So trafen manchmal zwei Sonnenscheine aufeinander, manchmal auch ein glücklicher und ein unglücklicher Mensch; immer so, wie sie sich laut KI gegenseitig gut taten. 

Ihre erste Ausstellung hatte übrigens erst ein Paradigmenwechsel in der Verteilung des Staatshaushaltes ermöglicht. Islands neue Premierministerin hatte verkündet die jährlichen drei Prozent Rüstungsausgaben des Bruttoinlandsproduktes komplett zu streichen und diese stattdessen zusätzlich in die Förderung von Kunst und Kultur und insbesondere in die „Wellness Art“ zu stecken, weil man davon überzeugt war, damit langfristig in das Wohlbefinden der Bürger zu investieren. “Make Art not War” — ein Model, dem viele Länder schon bald folgten. 

Was macht einen Menschen glücklich? Je mehr digitale Fußstapfen ein Mensch hinterlassen hatte, desto eher konnte die Wellbeing-KI diese Frage beantworten. Foto: Elia Pellegrini.

Der Algorithmus des kleinen Glücks

Artsdottirs nächstes Kunstprojekt sollte gleichzeitig ihr Lebenswerk werden. 2045, nach fünfjähriger Schaffenspause, die sie nutzte, um alles über Künstliche Intelligenz zu lernen, begann sie mit dem Programmieren eines Algorithmus, den sie „Code of Wellbeing“ taufte und per Blockchain vor Angriffen schützte. Die Idee dahinter war ganz einfach: Wie ein guter Virus sollte die Wellbeing-KI jeden Menschen, den sie digital streifte, mit einer kleinen Alltagsaktion glücklich machen. Weil jeder Mensch auf der Welt auf irgendeine Art und Weise mit einem anderen Menschen verbunden ist, so die Theorie, sollte die KI irgendwann jeden einmal beglückt haben. 

Was macht einen Menschen glücklich? Je mehr digitale Fußstapfen ein Mensch hinterlassen hatte, desto eher konnte die Wellbeing-KI diese Frage beantworten. Bei manchen war es ganz einfach eine nette Nachricht im Posteingang, bei anderen genau die fehlende Restsumme auf dem Bankkonto, die zur Anschaffung einer Begehrlichkeit fehlte. Bei anderen wiederum ein Gespräch, eine gute Buchempfehlung, der letzte Stups zum politischen Aktivismus oder auch mal ein Lichtsignal oder ein besonderer Sound. Ab und zu fragte die KI auch: „Was kann ich tun, damit du dich heute etwas wohler fühlst?“ 

Erst heute, fünf Jahre später, ist ihre eigene KI bei ihr angekommen. Morgens ploppte auf ihrem Smart Brain überraschend eine Nachricht von „Wellbeing“ auf und sorgte bei ihr bereits für gute Laune. „Lass dir heute ein heißes Bad ein, das entspannte die Menschen schon vor hunderten von Jahren“, stand da und weiter:„In der gelben Box im Keller hast du noch den glücklich machenden Badezusatz, an den du seit zehn Jahren nicht mehr gedacht hast. Heute ist ein guter Moment, ihn herauszuholen.“

Zum Anfang Onsen — Der Vorläufer vom Wellnessurlaub
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