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Short Q

Wenn der Beat vorbei ist – Ein Rave-Suit für die Zukunft der Clubkultur

Für Tanzwütige und Clubbetreiber führte die weltweite Schließung der Clubs auf Grund der Corona-Pandemie zu finanziellen Einbußungen. Eine Kreativagentur aus Los Angeles hat jetzt einen Schutzanzug für Clubgänger erfunden, der für beide Parteien in der Krise Abhilfe schaffen könnte. 

Unsere jetzige Generation ist von einer Erlebniskultur geprägt, durch die Events zu einem bedeutenden Teil ihrer Lebensphilosophie werden. Man will dazugehören, Erinnerungen schaffen, Teil von etwas sein und gemeinsam etwas erleben. Gerade deshalb gestaltet sich die Pandemie für viele junge Menschen als ein besonders einschränkendes Erlebnis, da Events wie Festivals, Konzerte und Clubnächte bis auf weiteres ausfallen. In Berlin, die Stadt mit der bedeutendsten Rave-Kultur Deutschlands, ist die Frustration der Clubs und Clubgänger deutlich zu spüren. Diese gipfelte im letzten Maiwochenende, als eine Wasser-Demo des Clubs Katerblau und der Festivalveranstalter der Bucht der Träumer auf dem Berliner Landwehrkanal in eine lautstarke Party ausartete. Über 400 Schlauchboote und insgesamt 3000 Feierwütige schlossen sich der Demo an, natürlich ohne die Hygieneregeln zu beachten. Feiern um jeden Preis? Die ausgeartete Party-Demo wurde von vielen Seiten streng kritisiert. Sollte man jetzt konsequent sagen: Keine Parties mehr bis die Gefahr der Corona-Pandemie in ihre Grenzen gewiesen wird? 

Rave on: Dank Schutzanzug feiern trotz Pandemie?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Agentur Production Club in Los Angeles, die im Zuge der Pandemie einen futuristischen Schutzanzug entworfen hat, der speziell für den sicheren Aufenthalt in einem Club konzipiert wurde. Der sogenannte Micrashell Anzug orientiert sich an den Grundbedürfnissen, die eine Raver*in auf der Tanzfläche haben könnte: Ein frischer Luftstrom, ein zusätzliches Soundsystem und einen schmalen Schlauch für Getränke. Doch allem voran bietet er einen sicheren Virenschutz sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber.

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Eine ansprechende Ästhetik eines solchen Anzugs wäre dabei unabdingbar, da die Wahl eines Outfits für viele Tanzwütige ein wichtiger Teil ihres Ausgeh-Rituals ist. Auf der Tanzfläche soll ein fortschrittliches Belüftungs- und Filtersystem innerhalbs des Helms eine virenfreie Sauerstoffversorgung gewährleisten, während den Träger in Mundnähe links und rechts zwei dünne Kanäle mit Getränken oder einem Zigarettenersatz versorgen. 

Die Anzüge in Clubatmosphäre machen dank ihrer neonfarbenen Lichteffekte ganz schön was her. Foto: Production Club

United We Stream statt eskalierter Party-Demo

Obwohl es nur eine geniale Fantasie ist, wären diese Art Anzüge sicherlich nicht nur passionierten Raver*innen ein dringendes Bedürfnis, sondern auch besonders den Club-Betreibern, die bisher herbe finanzielle Verluste einstecken mussten. Raving Suit hin oder her, die Realität bleibt bestehen: Feiern fällt bis auf weiteres ausnahmslos aus. Und die Lust sich wieder einem kollektiven Rausch hinzugeben, rechtfertigt egoistisches Verhalten nicht, dass Teilnehmer und Veranstalter der Club-Demo auf dem Landwehrkanal an den Tag gelegt haben. Will man wirklich helfen und die Clubkultur in der Krise fördern, gilt es weiterhin seine Lieblingskünstler und Clubs virtuell und finanziell zu unterstützen. Kreative Lösungen wie die neue Plattform United We Stream, ermöglichen es Musikinteressierten und Tanzwütigen weiterhin auch trotz Pandemie gemeinschaftlich einen Club-Abend zu erleben. Diese haben sich übrigens von der skandalträchtigen “Wasser-Demo” distanziert, die bisher fälschlicherweise mit ihnen in Verbindung gebracht wurde. 

Wie würdet ihr lieber in diesen Sommer ausgehen: Zu einem Autokino-Rave oder Clubben im Rave-Anzug?

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